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Gemeinsame Pressemitteilung der Initiative „Auch Homosexuelle können Leben retten!“, des LSVD Gaymeinsam- MV e.V., des CSD Rostock e.V. und des CSD Schwerin e.V.

Forderung zur erneuten Überarbeitung der Transfusionsverordnung zum Weltblutspendetag am 14.06.2019.

Im Sommer 2017 wurde eine Überarbeitung der Transfusionsverordnung vorgenommen. Schwule, die künftig Blut oder Plasma spenden wollen, so will es die „Neue Verordnung“, dürfen 12 Monate keinen gleich geschlechtlichen Sex haben! 12 Monate keinen Sex, um eventuell das Leben anderer zu retten! Schauen wir genauer auf die neue Verordnung des Transfusionsgesetzt, so wird man feststellen, dass Schwule länger eine Rückstellung beim Spendenhaben, als wie andere Risikogruppen die mit HIV und ähnliches, täglich Konfrontiert sein könnten bzw. sind. Bei diesen Risikogruppen gilt eine Rückstellung von 4 Monaten. Hierbei sind Personen aus dem Medizinischen Bereich gemeint oder aus den HIV Beratungsstellen. Aus medizinischer Sicht sind viele Krankheiten relativ schnell nachweisbar. Da stellt sich uns doch die Frage, warum werden Schwule immer noch solange Rückgestellt? Mit HIV kann es nichts zu tun haben? Immer wieder können wir in den Medien entnehmen, besonders in den Sommermonaten, das Blutkonserven dringend benötigt werden. Daher nutzen wir den Weltblutspendetag dazu, um zu signalisieren, dass auch Schwule mögliche Spender sein können, sofern Sie dürften. Durch einen falschen Vorwand der deutschen Politik werden viele mögliche Spender eingeschüchtert und diskriminiert.

DAHER FORDERN WIR, GESETZE SO ANZUPASSEN, DASS JEDER HELFEN DARF, DER DAZU BEREIT IST!

Jeder Schwule wird sich dessen bewusst sein, wie mit seinem Sexualleben umzugehen ist. Niemand wird vorsätzlich jemanden schädigen wollen. Wir sehen hier völlig veraltete Vorurteile die Diskriminierend sind!

Im Transplantationsgesetzt wurden bereits 2013 Änderungen vorgenommen, die keine diskriminierende Haltung mehr darstellen.Warum nicht auch im Transfusionsgesetz?